Ethische Grundregeln für die Arbeit mit ReConSat


1. Grundlagen der Arbeit nach ReConSat


ReConSat ist eine reine Hilfe zur Selbsthilfe.

ReConSat-Begleiter/ReConSat-Berater sowie Sharing-Anbieter (im Folgenden RCS genannt) bieten entsprechend  eine Arbeit an, die an den Ressourcen der Klienten orientiert ist und diese darin unterstützt, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Einige ReConSat-Methoden sind bewusst im Hinblick auf ihre Alltagstauglichkeit konzipiert worden. Dadurch sind sie im Alltag leicht ein- und umsetzbar und folgen somit dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Klienten lernen, ihre ganz eigene innere Dynamik von Ent- und Anspannung bewusst wahrzunehmen und für sich zu nutzen, um in einen harmonischen Arbeits- und Lebensfluss zu kommen.

1.1. Alle ReConSat-Methoden basieren darauf, die inneren Potenziale des Klienten zu fördern und ihn darin zu unterstützen, diese für seine Entwicklung zu nutzen. RCS helfen ihren Klienten, sich aus eigener Kraft helfen zu können und führen sie somit in ihre innere Unabhängigkeit.
1.2. RCS nehmen den Klienten in seiner augenblicklichen Situation und Gefühlslage wahr. Sie machen eine Grundanalyse davon, um welche Thematik (z.B. fehlende Erdung, Abgrenzung, Stress usw.) es augenblicklich bei dem Klienten geht. Während der ReConSat-Begleiter und Sharing-Anbieter diese Thematik nur benennt, ist es dem ReConSat-Berater vorbehalten, seine durch die Methode WahrFühlen/WahrSehen geschulte Medialität für eine darüber hinausgehende Analyse der Thematik des Klienten anzuwenden. Dieses mediale Hineinspüren in die Hintergründe und Ursachen der Thematik des Klienten gehört nicht in den Kompetenzbereich der ReConSat-Begleiter und Sharing-Anbieter.
1.3. Indem RCS den Empfindungen des Klienten Raum geben, helfen sie diesem, seine Empfindungen selbst zu fühlen, zu spüren und sich über sie bewusst zu werden.
1.4. Das Wahrgenommene des RCS hat symbolischen Charakter. Darüber klären RCS den Klienten auf und suggerieren nie, dass es sich bei dem Wahrgenommenen um eine objektive und faktische Realität handeln könnte.
1.5. Mediale Lebensberatung ist dem ReConSat-Berater vorbehalten. Dieser unterstützt den Klienten, die Beweggründe und die möglichen Auswirkungen seiner Entscheidungen selbst zu spüren. Er macht keine Aussagen darüber, wofür sich der Klient entscheiden sollte, macht keine Vorschläge und gibt keine Anweisungen für dessen Lebensentscheidungen und Handlungen. Vielmehr hilft er dem Klienten, selbst eine stimmige Entscheidung zu finden.
 
Aus den oben genannten Punkten ergibt sich die folgende Abgrenzung
zu anderen Methoden:

 
1.6. RCS arbeiten nie mit Energien, die dem Klienten von außen zugeführt werden („Engel/Meister“, „universelle Lebensenergie“, „Reiki“, Prana-Healing o.ä.).
1.7. RCS nutzen keine Hilfsmittel für ihre Beratung (wie z.B. Glaskugeln, Pendel, Ruten, Geburtsdaten o.ä.).
1.8. RCS lassen keine Elemente von anderen Methoden des Energetischen Heilens, der medialen Wahrnehmung oder von anderen Meditationen in ihre Arbeit einfließen, sondern wahren die unverfälschte Form der ReConSat-Methoden.
1.9. Viele Methoden der Physio- und Psychotherapie, der ganzheitlichen Heilkunde oder der Naturheilkunde können problemlos mit den ReConSat-Methoden kombiniert werden. Die Kompatibilität der jeweiligen Methode wird im Gespräch mit Rebecca Rosing geklärt, die dann darüber entscheidet, ob die entsprechende Kombination durchgeführt werden kann. Dabei achten RCS eigenverantwortlich die Gesetze, die ihrer Tätigkeit als Physio- und/oder Psychotherapeut, Heilpraktiker u.ä. zugrunde liegen.

2. Allgemeine Rahmenbedingungen einer ReConSat-Sitzung

2.1. RCS üben ihre Tätigkeit in einer vertrauensvollen Atmosphäre aus.
2.2. Jeder neue Klient füllt zu Beginn der ersten Sitzung einen Fragebogen („Persönliche Daten“) aus und übergibt dem RCS damit die für die Sitzungen relevanten Informationen.
2.3. RCS sind die Grenzen ihres Tätigkeitsfeldes bekannt und werden von ihm eingehalten. Diese gehen aus dem ihnen bekannten Kompetenzbereich hervor, der mit dem jeweiligen Titel „ReConSat-Begleiter“ oder „ReConSat-Berater“ verbunden ist. Während der Ausbildung wurde dieser Kompetenzbereich definiert wie auch, welche Beschwerden, Krankheiten, Altersgruppen, Problematiken usw. in ihren Zuständigkeitsbereich fallen und welche nicht.
2.4. RCS sind die Grenzen des Wirkungsfeldes von ReConSat bekannt und stellen dieses in der Öffentlichkeit entsprechend dar. Dazu gehört beispielsweise, dass die ReConSat-Methoden nicht der Heilung, sondern der Unterstützung bei psychischen Problematiken wie Depressionen, Angststörungen usw. dienen.
2.5. RCS stellen sich und ihre Kompetenzen in der Öffentlichkeit realistisch und entsprechend ihrer erlangten Fähigkeiten dar.
2.6. RCS arbeiten transparent für den Klienten. Das heißt, sie klären ihn über ihr Vorgehen während einer Sitzung wie auch über den Verlauf ihrer Unterstützung über mehrere Sitzungen hinweg auf.
2.7. RCS achten die Selbstbestimmung des Klienten. Sie ermutigen ihn dazu, Rückmeldungen zu geben und respektieren das Recht des Klienten, am Verlauf der Sitzung mitzuwirken und/oder sie zu unterbrechen.
2.8. Falls sich die Notwendigkeit zeigt, unterstützen RCS ihren Klienten durch eine Berührung darin, sich selbst besser spüren und wahrnehmen zu können. Dafür legen RCS ihre Hand auf die entsprechende Stelle, ohne dabei durch Massieren, Drücken o.ä. manuell auf den Körper einzuwirken. Dies geschieht immer nur im Einverständnis des Klienten und unter Wahrung seiner persönlichen Grenzen.
2.9. Zu den Methoden der RCS gehört eine spezielle Atemtechnik zur Entspannung, die dem Klienten hilft, in sich hinein zu entspannen und sich besser spüren zu können. RCS sind sich aufgrund mehrmaliger Aufklärung während ihrer Ausbildung über die damit verbundenen Chancen und Risiken bewusst und führen diese Atemtechnik eigenverantwortlich durch. Eine Voraussetzung für die Anwendung dieser Technik ist die vorherige Absicherung, dass der Klient frei von Erkrankungen und Beschwerden ist, die diese Atemtechnik ausschließen würden. (Diese Erkrankungen und Beschwerden wurden in der Ausbildung ausführlich besprochen.) Im Bedarfsfall lassen sich RCS dies durch eine schriftliche Erklärung des Klienten versichern.
2.10. RCS geben ihren Klienten regelmäßig Übungen und/oder Aufgaben mit nach Hause, die sie darin unterstützen, wichtige Entwicklungsschritte im Alltag umzusetzen.
2.11. Im Erstgespräch informieren RCS den Klienten darüber, welche Qualifikationen sich aus ihrer Ausbildung und ihrem jeweiligen Titel ergeben, sowie über die Möglichkeiten und Grenzen ihrer Tätigkeit.
2.12. Im Rahmen der ReConSat-Sitzungen werden keine Nahrungsergänzungsmittel o.ä. vertrieben.
2.13. RCS verbinden ihre Tätigkeit nicht mit der Verbreitung religiöser Glaubensvorstellungen oder Praktiken.

3. Verantwortlichkeiten des ReConSat-Begleiters/ReConSat-Beraters
im Umgang mit Klienten

3.1. RCS achten die Grenzen der Belastbarkeit ihrer Klienten, indem sie diese nicht in überfordernde Gefühle oder Situationen hineinleiten, sondern stets aufbauend und stabilisierend wirken.
3.2. Eine der Voraussetzungen für die Arbeit nach ReConSat ist die Beherrschung der Ham-Zentrierung. Diese ermöglicht die spezielle neutrale Haltung, in der nur RCS arbeiten. Sie bringt unter anderem die Fähigkeit mit sich, sich nicht in die Gefühle und Probleme des Klienten verwickeln zu lassen. Aus diesem Grund liegt es in der besonderen Verantwortung der RCS, die Ham-Zentrierung regelmäßig mehrmals pro Woche zu üben.
3.3. RCS kennen und wahren die Grenzen ihrer Tätigkeit und Kompetenzen. (siehe 2.3.) Sie machen keine Heilversprechen und stellen keine Diagnose.
3.4. Bemerken RCS, dass ein Klient trotz Diagnose eines Arztes, Psychiaters usw. sie als alleinige Unterstützung in Anspruch nehmen möchte, um seine Krankheit zu überwinden, betonen RCS ihrem Klienten gegenüber verstärkt, dass ihre Sitzungen keine Behandlung durch medizinische Fachleute ersetzen und verweisen den Klienten an Ärzte oder Therapeuten.
3.5. Nehmen RCS wahr, dass der Klient an einer körperlichen oder psychischen Erkrankung leiden könnte, die nicht diagnostiziert ist, weist er den Klienten darauf hin, sich von Fachleuten auf dem jeweiligen Gebiet untersuchen zu lassen.
3.6. RCS wahren über den Tod der Person hinaus die Verschwiegenheit über alle Informationen
-    die sie im Rahmen ihrer Sitzungen über den Klienten erhalten
-    über Inhalt und Ablauf der Sitzungen und
-    die ihnen von Dritten über den Klienten zugetragen wurden.

4. Verantwortlichkeiten des ReConSat-Begleiters/ReConSat-Beraters
im Umgang mit sich selbst


4.1. RCS tragen dafür Sorge, nur dann Sitzungen mit Klienten zu geben, wenn sie mental, emotional und/oder körperlich dazu in der Lage sind. Sollten sie aufgrund eigener Prozesse und/oder einer Krankheit nicht die notwendige Klarheit und Empathie besitzen, empfangen sie keine Klienten und sagen gegebenenfalls bereits vereinbarte Termine ab. Im Bedarfsfall nehmen sie die Unterstützung durch die ReConSat-Telefonberatung in Anspruch.
4.2. RCS halten sich über Theorie und Praxis von ReConSat auf dem Laufenden, arbeiten eigenverantwortlich und in rechtlicher Unabhängigkeit. Sie sichern eigenständig die Qualität ihrer Arbeit, unter anderem indem sie für die Pflege, Fortbildung und Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten in der Anwendung der ReConSat-Methoden sorgen. Dies kann durch eigene Persönlichkeitsarbeit, durch Supervision und/oder in Form von weiteren Schulungen geschehen.

Stand 13.06.2014